Auf dieser Seite finden sich zusammengefasste Infos über die geplante Abschiebung von Barkhindo Diallo und unserem Kampf dagegen.

+ Update 05.02.2014
Soli Sause in Greven war ein voller Erfolg

Ca. 130 Menschen besuchten das Kesselhaus, trotz vergleichsweiser kurzer Mobilisierungsdauer, am 01.02. um an unserer Benefizveranstaltung zu gunsten der Proteste gegen die Abschiebung von Barkhindo Diallo teilzunehmen. Wir haben uns über zahleiche Leute gefreut, die bereit waren zusätzlich zum Eintrittspreis zu spenden und über eingie Interessierte mit denen wir ins Gespräch kommen konnten. Danken möchten wir auch dem Kesselhaus in Greven für den veranstaltungsort, die Unterstützung und den Teil der Getränkeeinnahmen der uns gespendet wird. Konkret werden wir von dem Gewinn den VHS -deutschkurs von Barkhindo und die Busanreise finanzieren. Weiterhin wollen wir von dem Überschuss Informationsmaterial in Form von Stickern, Plakaten und Flyern bezahlen. Wenn die fertig sind, geben wir euch natürlich bescheid. Anbei ein paar Fots und ein Zeitungsbericht von der Party.

Zeitungsbericht


Die Boxenwand von „Root Plague“

Roots Plague beim „Bassteln“

„Alienate“ in Aktion

+ Update 18.01.2014 +
„Soli.Sause“ in Greven kommt vorbei!

Barkhindo Diallo soll abgeschoben werden. Das finden wir und eine ganze Menge anderer Menschen ziemlich daneben. Daher schmeißt das OAT am 01.02.2014 in Greven im Kesselhaus ab 20:00 ne dicke Party.
Zum Aufwärmen könnt ihr euch die Punk & Trash Band „Alienate „ zu Gemüte führen. Das ist irgendwas zwischen Spicegirls und Schleimkeim. Danach wird es basslastig. Im Kesselhaus fährt ab 22:00 nämlich das Dub&Reagges Soundsystem „Roots plague“ auf, welche die Wände samt mitgebrachten Boxenturm zu beben bringen wird. Zusätzliches Extra: die Getränkeeinnahmen gehen zum Teil und der Eintritt komplett in die Unterstützung für Barkhindo und gegen die geplante Abschiebung. Der Eintritt beträgt 3 Euro, für veganes Essen ist gesorgt und Material (Poster, Flyer, Sticker) könnt ihr auf Anfrage bei uns bekommen.

Link zur Facebookveranstaltung

Barkhindo Diallo – Grundlagentext 15.01.2014

Barkhindo Diallo ist mit 17 Jahren aus seiner Heimat Guinea nach Deutschland geflüchtet. Er wurde dort zur Zielscheibe eines Glaubenskonfliktes, da er eine freundschaftliche Beziehung zu einem christlichen Mädchen pflegte selber aber Moslem ist und war. Nach dem er durch einen Angriff schwer verletzt wurde und sich der Konflikt zunehmend zuspitzte entschloss er sich sein gewohntes und geliebtes Umfeld zu verlassen und die Flucht in die Ungewissheit vorzuziehen, es blieb ihm nichts Anderes übrig. In Dortmund angekommen wurde er von den Behörden ca. 10 Jahre älter gemacht wodurch ihm das Grundrecht auf Schulbildung verwehrt blieb. Er kam nach Saerbeck knüpfte Kontakte und Freundschaften und übte an der Gesamtschule einen 1 € Job aus.
Später wurde das Verfahren für eine Abschiebung eingeleitet. Die Behörden: „Die Beziehung zu dem Mädchen entbehrt jeder Grundlage“. Dagegen wurde Widerspruch eingelegt und der Prozess wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Frühjahr/Sommer 2014 eröffnet.
Mitlerweile ist Barkindho 19 Jahre alt, hat sich gut eingelebt, nimmt an einem VHS – Deutschkurs teil und möchte einen Hauptschulabschluss und eine Ausbildung machen.
Das Problem dabei: wie alle Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus darf er keinen Beruf ausüben und unterliegt einer Residenzpflicht, darf sich also nur in einer bestimmten Zone aufhalten.
Neben vielen Schüler_innen und einigen Lehrer_innen der Maximilian Kolbe Gesamtschule unterstützen auch wir den jungen Mann in dem Streit um das Bleiberech tund ein würdiges Leben.
So sammeln wir beispielsweise Spenden für den VHS-Kurs, die Busanreisen, Informationsmaterial und Protestinfrastruktur und versuchen in den Dingen des alltäglichen Lebens beratend zur Seite zu stehen. Wer vielelicht noch den ein oder anderen Euro entbehren kann, darf gerne auf unser Konto mit dem Verwendungszweck „Barkhindo Diallo“ spenden:

Bank­ver­bin­dung:

In­ha­ber: Of­fe­nes An­ti­ras­sis­ti­sches Tref­fen Ems­det­ten
Kon­to­num­mer: 844424
Bank­leit­zahl: 40153768
Ver­bunds­spar­kas­se Ems­det­ten-​Och­trup

Es ist äußerst Notwendig, dass Barkindho eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommt, da er im Falle einer Abschiebung Guinea den sicheren Tod erfahren würde. Er ist nicht als „Wirtschaftsflüchtling“ zu bewerten, da er aus einer konkreten Bedrohungslage für Leib, Leben und Existenz geflüchtet ist. Im Falle dessen, dass das Urteil negativ ausfällt und selbst eine „Härtefallentscheidung“ nicht zu einem positiven Ergebniss führt werden wir den Protest auf die Straße tragen. Hierzu möchten wir zu einem Unterstützer_innen und Vernetzungstreffen im Frühjahr einladen. Die Daten dazu werden noch bekannt gegeben, also achtet auf unsere Ankündigungen und Veranstaltungen, erzählt euren Familien, Freud_innen… von dem Fall und bringt euch ein